Auckland Nightlife
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Auckland Nightlife

Auckland by Night

Aucklands Nachtleben konzentriert sich vor allem auf das Wochenende. Unter der Woche sind die Öffnungszeiten der Bars deutlich kürzer, Clubs sind in der Regel nur in Form von Lounge Bars geöffnet. Dafür lässt es sich hier an bestimmten Wochentagen aber deutlich günstiger trinken. Hinweise zu Spezialangeboten finden sich auch im Internet auf den jeweiligen Club-Websiten. Einen guten Überblick zu aktuellen Events und Veranstaltungstipps gibt auch der NZ Herald, vor allem in der Samstagsausgabe, die eine eigene Time Out Veranstaltungsbeilage enthält. Generell sind die Preise, die Bars und Diskotheken für ihre Getränke verlangen, jedoch verglichen mit dem europäischen Standard enorm. Daher ist es für alle, die ausgelassen feiern wollen und dafür etwas mehr als eines Tropfens Alkohols benötigen, ratsam, sich vorher in einer Wohnung zu treffen und sich bereits dort ein wenig in Stimmung zu trinken. In der Wohnung sollte man dann den Alkohol auch lassen, denn im CBD, im Central Business District Aucklands, aber auch in anderen größeren Städten Neuseelands, herrscht absolutes Trinkverbot auf Straßen und öffentlichen Plätzen. Im schlimmsten Fall nimmt die polizeiliche Aufsicht, die regelmäßig die Straßen abfährt, den Sünder mit aufs Revier, wo er zudem eine ordentliche Bußgeldstrafe kassiert. Dieses Geld spart man sich besser und investiert es dann doch lieber in teure Drinks.

Die meisten Clubs und Bars sammeln sich um den Viaduct Harbour, der mit seinen vielen Lichtern und den Blick auf das Meer und die unzähligen Boote eine schöne Kulisse bildet. Hier hat man die Qual der Wahl zwischen mehrstöckigen Diskotheken mit Techno- und Dancemusik (dort dominiert allerdings meist eher junges Publikum), ein wenig stilvolleren Clubs mit weißen Ledersofas und Loungebereich, russisch angehauchten, völlig abgedunkelten Tanzbars, einer sehr exklusiven, aber auch teuren Location, deren Inventar völlig aus Eis besteht (Jacken und Mützen werden gestellt) sowie unzähligen weiteren kleineren Lokale und Bars. Die große Auswahl muss allerdings keine Qual sein, denn das Gute an Aucklands Bars und Diskotheken ist, dass man sich nicht für einen Standort entscheiden muss. Der Eintritt ist, bis auf wenige Ausnahmen wie der benannten Eisbar, frei und man kann so oft kommen und gehen wie man möchte. Der Dresscode für Feierlustige am Hafen ist sehr frei und für Europäer stellt es in keinem der Clubs am Hafen ein Problem dar, hineinzugelangen.

Rund um die K’Road und auf der Queen Street befinden sich zudem für alle, die nicht nur auf der Tanzfläche sondern auch auf der Bühne in Gesangsform ihr Talent unter Beweis stellen wollen, Karaoke-Bars. Darüber hinaus bieten auch einige Diskotheken und herkömmliche Bars bestimmte Karaoke-Abende in der Woche an, die sich vor allem bei den asiatischen Studenten großer Beliebtheit erfreuen. Aber auch Einheimische singen kräftig mit. Besonders lustig geht es auf der K’Road in den schwulen- und lesbenfreundlichen Bars zu, in denen auch regelmäßig „Karaoke-Queens“ gekürt werden. Der freundliche Barmann am Tresen verteilt gerne Prospekte und eine eigne Hauszeitung hierzu. Allgemein kann Auckland als sehr schwulen- und lesbenfreundlich betrachtet werden. Das Tabu der offen gezeigten Homosexualität, das noch immer in einigen Ländern herrscht, ist in Auckland kein Thema mehr, auch in den üblichen Bars und Diskotheken nicht. Magazine wie der monatlich erscheinende New Zealand Gay Guide und der alle 14 Tage herausgegebene Express informieren zudem über zahlreiche Events in Aucklands Schwulenszene.

Wer Wert auf stilvolles Ambiente legt, sollte sich allerdings vom allgemeinen Getümmel auf der K’Road und am Viaduct Harbour entfernen und in die derzeitigen „In-Clubs“ gehen. In Ponsonby gibt es davon einige, aber auch in der Nähe des Maritim Museums findet sich ein Exemplar. Hier heißt es herausputzen und nicht mit Reizen und Geld (!) geizen. Das Motto lautet „Dress to Impress“ und wer dem nicht nachkommt und die Türstehern beeindruckt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit abgewiesen. Die Preise sind hier noch beachtlicher als in den sonstigen Bars der Innenstadt, dementsprechend ist auch der Altersdurchschnitt des Publikums etwas höher. Die Atmosphäre ist insgesamt eleganter und entspannter.

Ein guter Kompromiss aus beidem, Eleganz und jüngerem, ausgelassenem Publikum, lässt sich in den Nebenstraßen der Innenstadt Aucklands finden, so zum Beispiel in den Bars in der Nähe des Britomart Centres. Oft sind diese unterteilt in einen Lounge- und einen Tanzbereich, und verfügen darüber hinaus noch über einen netten Außenbereich, in dem es sich im Sommer wie Winter gut aushalten lässt, da im Falle tieferer Temperaturen ein Kamin angezündet wird, um den sich die erschöpfte Tanzschar auf Bänken mit Sitzkissen versammeln kann, sowie Heizpilze aufgestellt werden. Generell liegen viele der guten Clubs und Bars Downtown nahe beieinander, so dass es kein Problem darstellt, von jung zu elegant zu flippig zu rockig und wieder zurück zu wechseln und so in einer Nacht die ganze Bandbreite des Nachtlebens Aucklands kennen zu lernen.