Wohnungssuche Neuseeland
Studentenunterkünfte
Studenten bieten sich in Neuseeland mehrere Möglichkeiten der Unterkunft an. Abhängig vom Budget jedes Einzelnen ist die Unterbringung in einem Hostel, einem Studentenwohnheim, einer Wohngemeinschaft oder einer Gastfamilie denkbar. Im Folgenden werden alle vier Optionen, von der preisgünstigsten zur teuersten, detailliert vorgestellt, sowie Vor- und Nachteile abgewogen, mit dem Ziel, den künftigen Kiwi-Kommilitonen die Entscheidung der Art der Unterbringung etwas leichter zu machen.
Hostel
Das Hostel kann die kostengünstigste Variante sein und viele der „Backpackers“ sind durchaus auch auf Langzeitaufenthalte eingestellt und bieten sogar oft besondere Konditionen für „longterm stays“. Allerdings muss man sich, wenn man im Hostel tatsächlich Geld sparen und kostengünstig wohnen will, in Sachen Luxus und Bequemlichkeit stark einschränken. Natürlich ist die Unterbringung in einem Mehrbettzimmer günstig, geht aber auch auf Kosten der Privatsphäre, die in einem Zimmer, das man sich mit bis zu zwölf weiteren Personen teilt, völlig flöten geht. Duschen und Toiletten befinden sich zudem oft auf dem Flur oder gar in einem anderen Stockwerk, was ebenfalls Abzüge in der Gemütlichkeit einbringt. Wer auf Gemütlichkeit und Privatsphäre nicht verzichten will und deshalb ein Einzelzimmer mit Bad in Erwägung zieht, sollte sich auf hohe Preise gefasst machen – vor allem in der Hochsaison. Da muss für ein Zimmer in Auckland mit um die 45 NZD pro Nacht (!) gerechnet werden. Die Vorteile der Unterkunft in einem Hostel sind der leichte Zugang und Kontakt zu anderen jungen Leuten; allerdings muss bedacht werden, dass die meisten nicht lange in einem Hostel bleiben. Wer langlebigere Freundschaften sucht, sollte sich daher die folgenden Optionen genauer anschauen. Nichtsdestoweniger ist das Hostel eine sehr gute Option für gerade Angekommene, um sich Tipps zur Orientierung, zu den günstigsten Supermärkten und Ausgehmöglichkeiten zu holen und auch eine gute Basis, um sich vor Ort um die langfristige Wohnungssuche zu kümmern.
Studentenwohnheim
Studentenwohnheime sind meist nicht unbedingt schön, aber stets zweckmäßig eingerichtet und mit allem ausgestattet, was man braucht. Die Unterbringung erfolgt entweder in einem Einbett- oder Zweibettzimmer und das Bad ist oft direkt angeschlossen, ab und zu befindet es sich jedoch auch auf dem Flur. Es gibt entweder eine Küche, die gemeinschaftlich genutzt werden kann und meist mehrere Kühlschränke zur Verfügung stellt, sofern sich kein Kühlschrank auf dem eigenen Zimmer befindet, sodass jeder Student sein eigenes Kühlfach erhält; oder es gibt einen Speisesaal, in dem ähnlich der Mensa auf dem Campus mehrere verschiedene Gerichte angeboten werden. Darüber hinaus werden häufig ein Computerraum, ein Gemeinschaftraum und oftmals auch kleine Sporträume mit Fitnessgeräten zur Verfügung gestellt. Der eindeutige Vorteil ist neben dem unumgänglichen Kontakt mit anderen, nicht nur internationalen sondern auch einheimischen Studenten (!), die Nähe zur Universität, da sich Studentenwohnheime meist auf dem Campus, oder in direkter Campusnähe befinden. Unbestreitbar haben Studentenwohnheime oftmals die geringste Wohnatmosphäre, was Komfort und Luxus betrifft. Allerdings sind sie auch eine der kostengünstigsten Alternativen. Und oft ist die Reinigungskraft im Preis inbegriffen, was viel beschäftigten Studenten (ob nun mit Studieren oder Feiern) sehr entgegen kommt.
Wohngemeinschaft
Wohngemeinschaften sind in Neuseeland sehr populär, nicht nur unter internationalen Studenten und Zugezogenen, sondern auch unter den Kiwis selbst. Dementsprechend ist es nicht allzu schwierig, ein Zimmer in einer WG zu finden; vor allem außerhalb der Innenstadt von Auckland, obwohl es auch dort ein großes Angebot an WGs gibt. Allerdings sind diese oft vergleichsweise teuer in Anbetracht dessen, was sie bieten. Üblicherweise werden Küche, Bad und Wohnzimmer mit den anderen Mitbewohnern geteilt, und jeder hat sein eigenes Schlafzimmer. Allerdings ist das gerade in der Innenstadt von Auckland nicht immer der Fall, hat es sich doch bereits unter Studenten und sonstigen Kurzzeitmietern etabliert, sich ein Zimmer zu teilen. Wer sich für diese günstigere Variante entscheidet, sollte sich seinen neuen Zimmergenossen aber vorher genau angucken und die Ohrstöpsel für alle Fälle nicht vergessen! Häufig sind WG-Wohnungen bereits möbliert; ab und zu wird aber auch Mobiliar für das eigene Zimmer benötigt. Dies sollte vorher unbedingt geklärt werden. Im Preis der Miete, die in Neuseeland wöchentlich bezahlt wird, sind manchmal bereits die Kosten für Gas, Wasser, Elektrizität, Telefon und Internet enthalten; dem ist aber nicht zwingend so. Beim Einzug wird darüber hinaus die Zahlung einer Kaution von üblicherweise 2 bis 4 Wochenmieten verlangt, die der Mieter aber entweder beim Auszug zurückerhält, sofern nichts beschädigt wurde, oder aber die Kaution wird als Zahlung der letzten beiden Wochenmieten betrachtet. Die ofenkundigen Vorteile der Wohngemeinschaft sind, dass man sogleich Anschluss zu anderen jungen Leuten findet und sich im neuen Haus oder der Wohnung schnell zu Hause fühlt. Wer nicht gerade in der Innenstadt einzieht, kommt oft in den Genuss die Wohnung mit Kiwis zu teilen und deren Lebensstil, Dialekt und Essgewohnheiten hautnah kennen zulernen.
Wer nach einer WG Ausschau halten will, sollte sich an das Studentenbüro der Universität wenden, das oftmals bereit ist, internationalen Studenten bei der Suche nach Wohnungen unter die Arme zu greifen. Zudem gibt es an den schwarzen Brettern der Universitäten und Bibliotheken oft Aushänge von Leuten, die nach neuen WG-Partnern suchen. Darüber hinaus gibt es gesonderte Rubriken in Zeitungen, die sich an Wohnungssuchende wenden sowie Websites, die sich auf die Vermittlung von Wohngemeinschaften spezialisiert haben (dafür aber unbedingt eine neuseeländische Handynummer zulegen!). Nicht zuletzt steht auch AA Education Interessierten bei der Suche nach der geeigneten Unterkunft zur Seite.
Homestay
Die Vorteile der Unterbringung in einer Gastfamilie liegen auf der Hand: Man wird sofort in das Umfeld und die Lebensart einer neuseeländischen Familie eingebunden, lernt deren Gewohnheiten, Bräuche und nette Nachbarn kennen und findet somit schnellen Ersatz für die eigene Familie zu Hause. Allerdings ist es für Studenten oft angenehmer, sich nicht ein zweites Paar Eltern im Ausland anzueignen, sondern mit Gleichaltrigen zusammenzuziehen, sodass die Option der Gastfamilie tatsächlich weniger beliebt bei Studenten als bei jüngeren Schülern ist. Wer mit elterlicher Fürsorge keine Schwierigkeiten hat, muss nur noch genügend finanzielle Mittel aufbringen können, denn die Unterbringung in einem netten Haus mit eigenem Zimmer, inklusive allen Mahlzeiten, ist mit zwischen 200 und 300 NZD pro Woche (Preisbeispiel Auckland) nicht unbedingt billig.
Deutlich günstiger wird die Unterkunft in der neuseeländischen Familie im Rahmen eines Au pair-Aufenthalts. Wer für ein paar Stunden am Tag Zeit dazu findet, auf die Kinder aufzupassen, kann oft völlig umsonst essen und wohnen und bekommt häufig auch noch ein kleines Taschengeld dazu. Allerdings lässt sich das nicht immer mit dem eigenen Stundenplan vereinbaren. Wer sich dennoch dafür interessiert, das neuseeländische Familienleben kennen zulernen, erhält im Studierendensekretariat der neuseeländischen Universität weitere Informationen und auch AA Education kann bei der Vermittlung einer Gastfamilie weiterhelfen.
Letztlich kommt es also auf die eigenen persönlichen Vorlieben an und auf die Prioritäten, die man für sich selber setzt, welche Unterbringung am besten geeignet ist. Ist man lieber unter Gleichaltrigen und kann für ein paar Monate auf Komfort und Luxus verzichten, mag mit dem Studentenwohnheim oder, für ein wenig mehr Geld und Bequemlichkeit, mit der WG die richtige Wahl treffen. Familienmenschen finden in Homestays eine nette Bleibe und Sparfüchse müssen sich um das Vorrecht der Dusche durchboxen. Auf jeden Fall hat Neuseeland für alle etwas zu bieten. Wer immer noch unentschlossen ist und gerne weitere Information wünscht, wendet sich am besten an das Team von AA Education, das kostenlose Beratungen und Informationsgespräche für alle Interessierten anbietet.

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